Sozialtherapeutische Wohngemeinschaft, betreutes Wohnen, Notunterkunft oder Kurzzeitübernachtung - Frauen in Krisensituationen finden im Haus Antonia Werr seit Jahrzehnten vielfältige und auf ihre spezifische Notlage zugeschnittene Wohn- und Begleitangebote unter einem Dach. Doch nun sind die Oberzeller Franziskanerinnen, die dieses Haus betreiben, selbst auf Unterstützung angewiesen. Denn das Gebäude wird derzeit generalsaniert - mit einem Kostenaufwand von rund fünf Millionen Euro. Woran es jetzt vor allem fehlt, ist das Geld für die notwendige Inneneinrichtung. Geschätzte Kosten: Nochmals 200.000 Euro.

In den Jahren 1973/74 wurde das Haus im Würzburger Stadtteil Sanderau als Mädchenwohnheim errichtet. 15 Jahre später fanden unsere frauenspezifischen Wohn- und Begleitangebote dort eine neue Bleibe. Doch die vielen Jahre des Betriebs gingen an dem Gebäude nicht spurlos vorüber. Die marode Bausubstanz, die schlechte Energiebilanz und der nicht mehr den aktuellen Vorgaben entsprechende Brandschutz bereiteten den Verantwortlichen zunehmend Kopfzerbrechen. Dazu kam, dass die Zimmer zu klein waren und die Frauen auf zu engem Raum zusammen leben mussten.
Auch wenn es eine große finanzielle und organisatorische Herausforderung war, entschloss wir uns, das Gebäude komplett zu sanieren. Ab Frühsommer 2018 zogen wir mit allen von uns betreuten Frauen in ein Übergangsquartier um. Ab November 2019 hatten die Handwerker das Sagen und wochenlang dröhnten Presslufthammer durch das Haus: Alle Wände mussten raus und das Gebäude wurde komplett entkernt. Doch inzwischen ist Licht am Horizont. Im Frühsommer 2021 ziehen wir wieder in unser angestammtes und dann in neuem Glanz erstrahlendes Haus ein.

2017 09 01 EP3 WÜHuttenstraße 11 Bild 2Nach der Generalsanierung können wir insgesamt 29 Frauen in unserem Haus unterbringen. Der sozialtherapeutischen Wohngruppe stehen auf zwei Etagen acht Plätze zur Verfügung. Drei Wohngemeinschaften mit Wohnküche sind für jeweils drei Frauen konzipiert. Dazu kommt eine Zweier-Wohneinheit für Mutter mit Kind. Von den elf Einzelappartements sind vier für Frauen nach der Haftentlassung gedacht. Auch die Unterbringung von obdachlosen Frauen wird in vier Einzelzimmern deutlich verbessert und den gültigen Standards angepasst.

Immer häufiger werden Anfragen von älteren Frauen im Alter ab 55/60 Jahren an uns herangetragen. Sie sind oft von Altersarmut bedroht und bedürfen zunehmend unserer Unterstützung. Ein alten- und behindertengerechter Zugang, ein Aufzug und zwei bis drei entsprechend ausgestattete Appartements stehen diesem Personenkreis künftig zur Verfügung.

Das alles kostet viel Geld. Allein die Baukosten betragen rund 4,8 Millionen Euro, von denen ein Großteil von den Oberzeller Schwestern übernommen wird. Zuschüsse zu den Investitionskosten erhielten wir bisher von der Aktion Mensch (420.000 Euro), dem Social Impact Projekt der HypoVereinsbank (Zuschuss über eine zinsbegünstigte Finanzierung), der Stiftung Wohnhilfe (150.000 Euro) in Bonn, der Bayerischen Landesstiftung (236.000 Euro), Hans Seib (3225 Euro) und der Diözese Würzburg (3000 Euro). Für die Einrichtung des Gebäudes sind wir auf Spenden angewiesen. So fehlt es etwa an der Einrichtung der Einzelappartements sowie der Zimmer, der Küche oder des Wohnbereichs in den Wohngemeinschaften. Auch für die Ausstattung der Gruppenküche in der sozialtherapeutische Wohngruppe fehlt es uns an den notwendigen Mitteln.

Wir benötigen wir IHRE Unterstützung! Werden SIE Sponsorin oder Sponsor für unsere frauenspezifische Wohn- und Begleitangebote. 

Spendenkonto:
Kloster Oberzell
IBAN: DE68 7509 0300 0503 0180 08
Verwendungszweck: Sanierung HAW

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